Yogaausbildung in Köln bei Yogamama 2026 - Mein 2. Wochenende war wieder super! [Update: 7.7.2026]
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| Yoga Nidra in der Yogaausbildung 2026 |
Am 27. und 28. Juni habe ich mein zweites Wochenende meiner Yogaausbildung absolviert. - Falls du Interessse an einer Ausbildung in der Yomaakademie hast, dann kannst du dich hier informieren: (Essence Teacher Training 2026)
YOMA Akademie - YOMA
Am Anfang starteten wir mit einer intensiven Aktivierung und Mobilisierung u.a. durch das "Dantien Shaking". Diese Form der Aufwärmung gefällt mir sehr gut. Sie ist so simpel, aber sehr wirksam. Danach wiederholten wir die Sonnengrüße, gingen in das 1:1-Teaching über und ich merkte, dass die Abfolgen mit Nummer und Bezeichnung doch eine echte Herausforderung sind und noch einiges Üben erfordern. Das entspannte Lernen half mir, mich bewusst mit diesen neuen Bewegungsmustern und Bewusstseinszuständen zu beschäftigen und ja, es machte mir auch am 2. Wochenende sehr viel Spaß.
(Außerdem lese ich hin und wieder in meinem neu bestellten Buch "Die Psychologie des Yoga" von Ralph Skuban. Die komplexen Inhalten zum Thema Psychologie und Yoga sind von ihm sehr gut und nachvollziehbar dargestellt.)
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Während Köln von einer recht starken Hitzewelle überrollt wurde, blieben die Räumlichkeiten im Studio 2 und 3 angenehm kühl, sodass wir konzentriert arbeiten konnten. Am ersten Tag gab es viel Wiederholung und jede Menge Yogaflows in einem etwas schnelleren Tempo. Ich orientierte mich meist an den fortgeschrittenen Yogis im Kurs und merkte, wie ich von Mal zu Mal mehr mitnehmen konnte und verstand. Am zweiten Tag habe ich mich das erste Mal intensiver mit einer Tiefenentspannung durch Yoga Nidra beschäftigt. Ich konnte unterschiedliche Körperwahrnehmungen realisieren und es war eine Wohltat, nach der aktiven Woche innerlich abzuschalten. Der Austausch in der Gruppe ist überwältigend, weil jede Frau unterschiedliche Erfahrungen mitbringt und auf ihre Weise inspiriert; besonders interessant waren außerdem die Gesänge und Mantras im Kreis sowie die Gespräche über Aspekte der Mythologie, etwa am Beispiel von Kali. (Die Kämpferin/ Kriegerin)
Kali steht im Yoga für radikale Transformation, das Durchtrennen von Illusionen und die Kraft, Altes loszulassen, um Raum für Wahrhaftigkeit zu schaffen. Ihr oft furchteinflößendes Bild – mit herausgestreckter Zunge, Girlanden aus Schädeln und dem Schwert der Unterscheidungskraft – ist keine Einladung zur Angst, sondern eine Erinnerung daran, dass Wachstum manchmal das kompromisslose Abschneiden von Gewohnheiten, Ego-Mustern und Selbsttäuschungen braucht. In der Praxis bedeutet Kali für mich, mit Mut in unbequeme Empfindungen zu atmen, Grenzen klar zu setzen und das zu lösen, was nicht mehr dient. Diese Qualität zeigt sich auf der Matte, wenn Sequenzen fordernd werden und der Geist flüchten will, ebenso wie im Alltag, wenn Entscheidungen anstehen: Klarheit, Präsenz und die Bereitschaft, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Indem wir Kali nicht als zerstörerische, sondern als befreiende Energie begreifen, wird Transformation zu einem Akt der Liebe – streng, ehrlich, aber zutiefst heilend.
(In der Psychologie von C.G. Jung gibt es übrigens die Archetypen als Verbildlichung von bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen! Aber vielleicht hatte er zur Inspiration zu seiner Zeit bereits einige Bücher über Mythologie gelesen? Wer weiß das schon?)
Im Bhakti Yoga , dem Weg der liebenden Hingabe, habe ich an diesem Wochenende ebenfalls neue Impulse bekommen. Bhakti Yoga bedeutet „Weg der liebenden Hingabe“ und ist die spirituelle Praxis, Gott oder eine persönliche Gottheit mit Herz, Emotion und Hingabe zu verehren.
Der Begriff geht auf das Sanskrit-Wort bhaj zurück – „liebende Hingabe“ – und Bhakti gilt als einer der sechs Wege des integralen Yoga, der die emotionale Kraft des Herzens nutzt, um eine tiefe, lebendige Verbindung zum Göttlichen oder zur persönlichen Gottheit herzustellen.
Anders als andere Yoga-Wege, die Intellekt, Handlung oder Körperenergie betonen, lenkt Bhakti die Gefühlsenergie bewusst in spirituelles Wachstum: Nicht bloße Emotionalität, sondern ein feines Einstimmen von Denken und Wollen auf das Göttliche, sodass Erkennen und Handeln von Liebe getragen werden. Das Ziel ist, die vollständige Hingabe (atma-nivedanam) und das Reifen einer Liebesbeziehung zum Göttlichen, und die Praxis kann viele Formen annehmen – Japa, die wiederholte Rezitation heiliger Namen oder Mantras; Kirtan, der rhythmische Gesang in der Gemeinschaft; Bhajans, das gemeinsame Singen; Puja, rituelle Verehrung; und Seva, der selbstlose Dienst. Bhakti ist in allen großen Richtungen des Hinduismus lebendig – Vishnuismus, Shivaismus, Shaktismus – und kann sowohl in dualistischen Gottesbildern als auch in nichtdualistischen Philosophien wie Advaita Ausdruck finden, etwa durch Hingabe an eine persönliche Gottheit (Ishta Devata) oder einen verehrten Lehrer.
Psychologisch wirkt Bhakti wie ein behutsamer Kanal für Emotionen: Gefühle werden nicht unterdrückt, sondern veredelt – Achtsamkeit, Musik, Rituale und Dienst verwandeln Alltagsregungen in Verbindungen, die inneres Wachstum und Klarheit fördern.
Anmerkung: Ach ja, und es flossen auch hin und wieder Tränen. - Die Herzensenergie hatte sich geöffnet! Eine Wohltat, loszulassen, vom Alltagsstress, von alten Mustern oder vergangenen Gefühlen, die sich eine neue und frische Qualität suchen. - Einfach wunderbar! :) 💗
So wird Yoga zur gelebten Herzenspraxis im Alltag: eine stille Erinnerung, den eigenen Tag mit Hingabe zu füllen – beim Atmen, Singen, Helfen und in Momenten mutiger Ehrlichkeit, wie sie mir an diesem intensiven Ausbildungswochenende zwischen Hitze draußen, kühlen Räumen drinnen, fordernden Flows, tiefer Entspannung und kraftvollen Mythen ganz besonders bewusst geworden ist.
Ich bedanke mich bei meinen Lehrern ( @katjareinhardt und @janspicher für das Wissen, die Geduld und die Leidenschaft in der Yogapraxis.
Deine Grit

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